KunstSpirative Itten

 

Bitte um Beachtung:

Wegen notwendiger Renovierungsarbeiten wird der Termin der Vernissage/Ausstellung "Rück_ruf" auf Oktober verschoben. Der neue Termin wird an dieser Stelle mitgeteilt.

Vernissage  im

Wasserschloss Entenstein/ Rathaus Schliengen

 

Gemeinsam mit dem BUND präsentiert die Projektplattform "KunstSpirative-Itten" Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern zum Thema "Insekten"

 

...wir rufen die Insekten zurück....wir rufen die Vernunft zurück...wir rufen den Frieden mit der Natur zurück...wir rufen die Demut zurück...wir rufen die Liebe und Achtung gegenüber allen anderen Lebewesen zurück...

 

Es freuen sich auf Sie die Kunstschaffenden

 

 

 

Bettina Bohn, Jochen Böhnert, Thomas W. Bossert, Rolf Hartung,

Thomas Steyer, Elisabeth Veith und Sonia Itten

 

 

 

sowie Martina Schwinger und

 

Sigrid Meineke vom BUND

 

 

 

Ein Ausstellungsprojekt zum Thema "Insekten"

 

ZU GUTER LETZT    Erich Fried

 

Als ich ein Kind war, wusste ich:

Jeder Schmetterling, den ich rette,

jede Schnecke und jede Spinne

und jede Mücke und jeder Ohrwurm

und jeder Regenwurm wird kommen

und weinen, wenn ich begraben werde.

 

Einmal von mir gerettet muss

keines mehr sterben.

Alle werden sie kommen zu

meinem Begräbnis.

 

Als ich dann groß wurde, erkannte ich:

Das ist Unsinn.

Keines wird kommen, ich überlebe sie alle.

 

Jetzt im Alter frage ich:

Wenn ich sie aber rette bis ganz zuletzt, 

kommen dann vielleicht doch zwei oder drei? 

 


Anlass für diese Projekt-Idee ist der erschreckende Schwund der Insekten im Rahmen der immer weiter zurück gehenden Biodiversität.

 

Das Kunstprojekt "Rück_ruf" will sowohl durch die künstlerischen Arbeiten der mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler, als auch durch das Gesamtkonzept mit Veranstaltungen und Aktionen die Insekten in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken - dies in der Hoffnung, dass es für die kleinen und großen Krabbler - außer Massen von Insektengiften, Ekelschreien oder Fliegenklatschen - vielleicht auch Achtung, Bewunderung oder einfach nur Schutz für sie geben könnte.

"Künstler schaffen keine andere Welt - sie sehnen sich nur nach ihr", - das Zitat von Th. Adorno führt zu unserem Ausstellungstitel: Ja, wir sehnen uns danach, dass es doch so einfach wäre, und wir die Insekten (und die "heile" Natur) einfach zurück rufen könnten...

und gleichzeitig damit auch die menschliche Vernunft und Besonnenheit, die Achtung vor der Natur, die Dankbarkeit, Demut und Bescheidenheit gegenüber sämtlichen anderen Lebewesen.

 

"Die Kunst übertrifft niemals die Natur, sondern macht sie vollkommen." (Miguel de Cervantes-Saavedra)

 

 

"Ein dummer Junge kann einen Käfer zertreten.

Aber alle Professoren der Welt können keinen neuen Käfer herstellen."

(Arthur Schopenhauer)

 

Aus der Wassertonne gerettet ( Foto: S. Itten)


 

"Denkfutter":

 

Kunst und Natur sind Leidensgenossen 

Kunst und Natur sind keine Gegensätze, sondern beide sind gleichermaßen unverzichtbare Bestandteile menschlichen Lebens und sie sind "Leidensgenossen", denn beide werden vorbei an ihrer wahren Bedeutung reduziert durch das oberflächliche konsumorientierte Verlangen nach "Schönheit" und Genuss, nach Romantik und Kontemplation.

 

 

Ist es Aufgabe der Kunst, die Schönheit der Natur zu zeigen oder zu verdeutlichen ?

 

Kann Kunst das überhaupt ?

 

Ist Natur "schön", nach wessen "Geschmack" sollte sie sich denn "schön" gemacht haben ?

 

Bedeutet also schön = besonders schützenswert ?

 

Bedeutet dann auch häßlich =  nicht schützenswert oder weniger schützenswert?

 

Muss Hässliches oder Ekliges (wie manche Insekten empfunden werden) aus der Natur dann wenigstens "nützlich" sein, damit es trotz seiner Hässlichkeit schützenswert ist ?

 

Wem muss es dann nützen und warum ?

 

Sieht man keinen direkten ökonomischen Nutzen (wie z.B. bei der Bestäubungstätigkeit der Bienen in der Landwirtschaft) ist es dann noch nützlich und schützenswert ?

 

Wer bestimmt, was nützlich ist ?

 

Wer bestimmt, was in der Natur schön ist ?

 

Zählt nur die äußere Schönheit, ein Begriff, der sich aus dem  individuellen "Geschmacksempfinden" und dem soziokulturellen Kontext gleichzeitig speist ?

 

Oder  zählt auch innere Schönheit, die nicht sichtbar ist ?

 

Kann Natur logischerweise überhaupt "schön" sein, oder "ist" sie nicht einfach nur?

 

Kann Kunst sich diese Fragen stellen und vielleicht versuchen, zu beantworten ?

 

 

 

Mit ihren spezifischen Vermittlungsformen kann Kunst zum notwendigen Aspektwechsel und zur Sensibilisierung in Bezug auf die Natur und ihre Gefährdung animieren und eben ganz ohne romantisch-sentimentale Verklärung der Themen - unsere Gehirne für diese Inhalte in Gang setzen.

 

 

Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur.

 

Für dieses Ausstellungsprojekt "Rück_ruf" arbeiten außer 

 

 

Olivier und Sonia Itten     https://www.kunst-art-ilios.de/

 

noch folgende Kunstschaffende:

 

Bettina Bohn, Kleines Wiesental

www.bettinabohn.de 

 

Jochen Böhnert, Schliengen

 http://jochenboehnert.de/ 

 

Rolf Hartung, Köln 

http://www.rolfhartung.koeln/konzept.php

 

Elisabeth Veith, Rheinfelden,

www.kulturzentrum-kesselhaus.de/Elisabeth-Veith

  

Thomas Steyer, Schliengen

 http://www.thomas-steyer.de

 

Thomas W. Bossert, Lörrach

www.thomboss-art.com

 

Erste kleine Kostprobe

der wachsenden Wanderausstellung "Rück_ruf "

ab Mitte September 2019 im

Wasserschloss Entenstein in Schliengen

 

Weitere Kunstschaffende beteiligen sich ab

 Frühjahr 2021 für die Ausstellung im Haus Salmegg, Rheinfelden

 

 z.B. Heike Mages, Künstlerin/Imkerin aus Lörrach 

 

  Insektenfreundliche Kunstschaffende

können sich gern bei uns bewerben. 

DER ANFANG IST GEMACHT: