KunstSpirative Itten

 

"Höre auf dein Herz - aber nimm deinen Verstand mit !" Alfred Adler 


 Künstlerische Projekte, Ausstellungskonzepte, Aktionen, 

Kunstvermittlung und Diskussion

Sonia und Olivier Itten

 

Kunst in ihrer Wirkung wird meistens unterschätzt

 

Es sind vor allem Kunstwerke und andere, oft über Jahrtausende erhalten gebliebene, kulturelle Gegenstände, welche uns bis heute Zeugnis geben können über vergangene Zeiten, über Ereignisse, Phänomene und auch über Strukturen von Gesellschaften:

Zum Beispiel darüber, ob es gerecht zuging, ob es Kriege, Hungersnöte oder Aufstände gab, sie berichten über Religionen, Erfindungen, Moden und auch über Armut und reiche Glanzzeiten und vieles mehr.

Diese bedeutenden Auskünfte können Kunstwerke geben, weil Kunst  gesellschaftliche Verhältnisse und menschliche Bedeutsamkeiten widerspiegelt und verarbeitet und somit kann sie vielschichtige Informationen durch die Zeiten hinweg tragen.

 

Darum sind für  die Forschung Kunstgegenstände eine der ersten Kategorien für die Ergründung menschlicher Vergangenheit:

Von Mini-Steinfiguren aus Urzeiten über Renaissance-Gemälde bis hin zu den bildnerischen Werken auf der Berliner Mauer -  

Kunst zeigt immer auch ein Stück Geschichte der jeweiligen Zeit, 

in der sie entstand, denn die gleichzeitige künstlerisch-emotional-gedankliche Einverleibung der Welt und ihrer Phänomene führt schließlich zur Entstehung von Kunstwerken.

 

Ein Beleg dafür, dass Kunst im allgemeinen Leben in ihrer Kraft unterschätzt wird, wird deutlich, wenn man sich ansieht, wer sie nicht unterschätzt:

 

In Diktaturen sind es die Kunstschaffenden, deren Arbeiten - gemeinsam mit denen von Journalisten, Autoren usw. - oft als erstes verboten werden.

Es sind Kunstschaffende, die Arbeitsverbote bekommen, die verfolgt oder ermordet werden, weil man ihre Arbeit fürchtet und man fürchtet sie deshalb, weil Kunst mit ihrer Kraft die Menschen als aufgeklärte, freie und wachsame Persönlichkeiten stark machen kann.

 

Wäre Kunst so schwach, wäre sie nur Dekoration oder nur Mittel zur Selbstverwirklichung von ein paar "Kreativen", so gäbe es für Verfolgung und Verbote keinen Grund - ganz im Gegenteil, denn dann würde sie die Menschen schließlich ruhig und zufrieden machen, in Schönheit und Bewunderung "einlullen" und kein Diktator müsste sie fürchten. 

 

Wir möchten versuchen, die Kraft der Kunst zu zeigen, wie sie mit Themen und Phänomenen unserer Zeit umgeht, ihre Teilnahme innerhalb der öffentlichen Debatten ermöglichen, darin ihre Präsenz verstärken.

Es geht darum, dass Kunstschaffende Werke und  Ausstellungen zu zeitgenössischen und epochenrelevanten und auch historisch kontinuierlich bedeutsamen Themen erarbeiten und diese dann auch öffentlich zeigen können. Denn Kunst mit ihren speziellen Vermittlungsformen kann besonders diese Inhalte und Erkenntnisse und aktuellen Fragestellungen der Menschheit in einen ganz neuen Zustand von Kommunikation versetzen.

 

Wir sprechen gezielt andere Kunstschaffende an, die diese Themen in ihrem Repertoire haben oder die vielleicht eine Ausdrucksform entwickelt haben, die annehmen lässt, dass sie sich für den Transport des einen oder anderen Themas vielleicht gut eignen könnte.

 

Wir würden uns freuen, wenn es gelänge, so etwas wie "wachsende Wander-Kunst-Ausstellungen" aufzubauen, eine Vernetzung mit vielen Kunstorten innerhalb Deutschlands und auch im Ausland zu organisieren, andere Institutionen mit der Kunst zu vernetzen, seien es Umweltverbände, Literaturkreise, Musikprojekte, Kinderschutzbund, Schulen, Tierschutzvereine, Fraueninitiativen,  Stadt-Archive, Friedenskreise u.v.m.

 

Der Transport humanistischer, menschenrechts-bezogener Inhalte mit Mitteln der Kunst sowie  Hinterfragungen, Mehrperspektivität und Aspektwechsel sind zentrale Anliegen und Ziele.

 

Kunst lehrt nicht, WAS man denken soll,

sondern WIE man (weiter-) denken könnte.

 

Die Projekte der Kunstspirative müssen nicht in der chronologischen Reihenfolge entstehen, so wie sie hier auf der Homepage zu finden sind, manche werden vielleicht gar nicht entstehen, andere dazu neu erfunden werden... das ist noch ganz offen.

Die zeitliche Realisierung der einzelnen Themenausstellungen hängt von dem Interesse der Kunstschaffenden zu den jeweiligen Themen ab und von den Möglichkeiten, die verschiedene Ausstellungsorte (vielleicht gleichzeitig) anbieten können. 

Wenn Kunstschaffende mit uns zu einem dieser Themen arbeiten möchten oder schon selbst an einem der Themen arbeiten, so können sie sich sehr gern bei uns über diese Seite oder über www.kunst-art-ilios.de bewerben und:

 

Wir freuen uns natürlich über Rückmeldungen möglicher Ausstellungs-Orte, Gemeinden und Organisationen, die Interesse an einer Zusammenarbeit für einzelne Ausstellungen haben, oder die gern eine der Stationen der "wachsenden Wanderausstellungen" sein möchten. 

 

 

Siehe auch

 

www.kunst-art-ilios.de   

 

                            

Kunst ist eine Diagnose der Zeit mit Mitteln der Kunst.