KunstSpirative Itten  / Lysistrata

Sophie , Zeichng. Sonia Itten

"Lysistrata", die "Heeresauflöserin" - die Komödie des griechischen Dichters Aristophanes wurde im Frühjahr 411 vor Chr. (im 20. Jahr des Peloponnesischen Krieges zwischen den Großmächten Athen gegen Sparta) uraufgeführt.

 

Das Theaterstück thematisiert den Kampf einiger Frauen gegen die Männer, die sie als die Verursacher des ewigen Krieges und den damit verbundenen Leiden identifizieren. 

 

Sie verbünden sich mit den Frauen des Kriegsgegners Spartas, deren Anführerin Lampito ist.

 

Obwohl aus den verfeindeten Kriegsparteien stammend, sind Lysistrata und Lampito Freundinnen, die das gleiche Ziel verfolgen, nämlich endlich den Krieg zu beenden.

 

Darum besetzen die älteren Frauen Athens unter der Führung der Titelheldin Lysistrata die Festung Akropolis und blockierten damit die dort verschanzten Schätze der Kriegskasse und nach striktem Plan verweigern sich fortan alle Frauen ihren Männern. 

 

Sie putzen sich extra fein heraus und locken ihre Männer, verweigern sich aber ihnen dann mit der Forderung, zuerst sich mit dem Kriegsfeind zu versöhnen und den Krieg zu beenden.

Die Frauen Spartas verhalten sich ihren Männern gegenüber ebenso.

 

Nach einigen Schwierigkeiten und Verwicklungen führt die Strategie des Liebesentzugs tatsächlich zum Erfolg, die Männer geben endlich nach und schließen miteinander Frieden.

 

Thematisiert wird also schon in der Antike das Phänomen der so genannten "Toxischen Männlichkeit", d.h. nicht die Männer im Allgemeinen werden kritisiert, sondern nur dasjenige männliche Verhalten, welches Krieg, Aggression, Elend, Unterdrückung, Leid und Unglück produziert - und zwar sowohl für sie selbst als auch für ihre Mitmenschen.

 

 

"Eine kluge Frau hat Millionen natürliche Feinde - alle dummen Männer."

(Marie von Ebner-Eschenbach)