KunstSpirative Itten

 

Lysistrata /Heldinnen

("Sophie", Zeichnung S. Itten)

"Lysistrata", die "Heeresauflöserin" - Komödie des griechischen Dichters Aristophanes, wurde im Frühjahr 411 vor Chr. (im 20. Jahr des Peloponnesischen Krieges, Athen gegen Sparta) uraufgeführt.

Das Theaterstück thematisiert den Kampf einiger Frauen gegen die Männer, die sie als die Verursacher von Krieg und den damit verbundenen Leiden identifizieren. 

Darum besetzen die Frauen unter der Führung der Titelheldin Lysistrata die Festung Akropolis und verweigern sich fortan ihren Männern und verweigern auch, heim zu kommen.

Sie verbünden sich mit den Frauen des Kriegsgegners Spartas, die sich ihren Männern gegenüber ebenso verhalten.

Nach einigen Schwierigkeiten und Verwicklungen führt die Strategie des Liebesentzugs tatsächlich zum Erfolg, die Männer geben endlich nach und schließen miteinander Frieden.

Thematisiert wird also schon in der Antike das Phänomen "Toxische Männlichkeit", d.h. nicht die Männer im Allgemeinen werden kritisiert, sondern das männliche Verhalten, welches Krieg, Aggression, Elend, Unterdrückung, Leid und Unglück produziert. Sowohl für sie selbst als auch für die Mitmenschen.

 Außer "Lysistrata" finden wir noch mehr Heldinnen, in der realen Geschichte ebenso wie in Überlieferung, Legenden und Sagen.

Sie alle stehen EXEMPLARISCH für einen Gegenentwurf zur so genannten "toxischen Männlichkeit". 

Sophie Scholl, Malala, Mutter Theresa, Jeanne d´Arc, Hypatia, Rosa Luxemburg, Nadia Murad, Käthe Kollwitz, Berta von Suttner, Emma Goldmann, Marie Curie, Florence Nightingale, Marie von Ebner-Eschenbach und viele mehr.

Kunst könnte diese Thematik breit gefächert und sehr unterschiedlich angehen...

 

"Eine kluge Frau hat Millionen natürliche Feinde - alle dummen Männer."

(Marie von Ebner-Eschenbach)